Bioland-Hof Rehle



So bekam unser Hof eine Zukunft

Wir lieben die Landwirtschaft, die wir im Nebenerwerb führen und das Leben in unserem alten Bauernhaus.
Familie vor Bauernhaus

Schon seit drei Generationen leben wir in unserem gemütlichen, alten Bauernhaus in Friesenried. Unser Hof liegt am südwestlichen Ortsrand und wir blicken auf die weiten Felder und Wiesen, die hier im Ostallgäu das Bild der Landschaft bestimmen. Mein Mann Werner hat unseren Betrieb 1987 von seinen Eltern übernommen. Seit unserer Heirat lebe ich, Margit Rehle, mit am Hof, kümmere mich um die Familie und unterstütze Werner bei der Arbeit.

Da Werner hauptberuflich am Bau arbeitet, haben wir über den Hof immer nur einen Teil unseres Einkommens bestritten. Mit unseren paar Milchkühen lohnte sich der Einstieg in die intensive Landwirtschaft ohnehin nicht. Als dann in den 1990er-Jahren die Milchpreise fielen, dachten wir einerseits übers Aufhören nach, hingen aber andererseits so am Hof und den Tieren, dass wir das nicht alles aufgeben wollten.

Als wir schließlich vom Mutterkuh-Programm der Feneberg Lebensmittel GmbH in Kempten hörten, entdeckten wir darin einen Weg, der uns rundum gefiel. Das Programm schreibt die ökologische Tierhaltung vor, doch für uns stand ohnehin fest, dass "Bio" für den Hof das beste ist. Also verpflichteten wir uns Ende der 1990er-Jahre als Vertragslandwirte und traten dem Bioland-Verband bei. Seither arbeiten wir nach den Bioland-Richtlinien.

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Kuh und Kälbchen bleiben beieinander

Wir halten mal acht, mal zehn Mutterkühe, die rundum artgerecht leben. Weidegang im Sommer und viel Platz zur freien Bewegung gehören zu ihrem Alltag. Meistens läuft ein Stier bei der Herde mit, so dass auf ganz natürliche Weise die Kälbchen gezeugt werden. Sie werden nicht von der Mutter getrennt und wachsen gemeinsam in der Herde auf. Wer die Kleinen auf der Weide beobachtet, bekommt tatsächlich das Gefühl, einem Kindergarten zuzuschauen.

Der Nachwuchs tobt und springt so durch das Grün, dass es einfach Spaß macht, ihm zuzusehen. Das hat schon viele Radfahrer und Wanderer dazu bewegt, innezuhalten und vom Wegesrand aus das muntere Treiben zu beobachten. Die meisten unserer Tiere sind Original Allgäuer Braunvieh, das heißt, sie sind etwas kleiner als das verbreitete Braunvieh und ihre Körper wirken gedrungener. Ihr ganzer Stolz sind natürlich die Hörner. Diese robuste Rasse wäre in den 1980er-Jahren beinahe für immer verloren gegangen, und nur langsam erholt sich ihr Bestand, weil sich Züchter und Tierhalter wie wir wieder ihrer Nutzung und ihrem Erhalt widmen.

Wenn unsere Tiere die Tage von April bis November im Freien verbringen, können sie sich dort jederzeit in einen Sommerstall zurückziehen. Wir haben ihn extra errichtet, damit die Rinder nicht der gleißenden Sonne oder dem Zudrang stechender Insekten ausgesetzt sind. Falls sie sich doch einmal nicht wohlfühlen, setzen wir gern homöopathische Mittel ein und erzielen damit oft gute Erfolge.

Zu unserer Mutterkuhherde gehört auch Original Allgäuer Braunvieh. Damit tragen wir zum Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Rasse bei.
Mann auf Kuhweide
Werner Rehle hat den Hof 1987 von seinen Eltern übernommen. Etwa zehn Jahre später stellte er den Hof auf Bio-Wirtschaft um und trat dem Bioland-Verband bei.
Mann auf Weide vor Kuhunterstand
Der Bestand des Allgäuer Braunviehs erholt sich langsam, weil sich Züchter und Tierhalter wie wir wieder ihrer Nutzung und ihrem Erhalt widmen.
Rinder im Verschlag

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Was sonst zum Bild vom Hof gehört

Das Holz für den Sommerstall stammt aus unserem eigenen Wald. Er ist zwar nicht sehr groß, aber er liefert uns hier und da Bauholz und auch Holz zum Heizen. Unser Warmwasser erhitzen wir mit einer Solaranlage auf dem Dach. Daneben gehören zum Hof noch ein Obst- und ein Hausgarten, die uns mit frischen Früchten und Gemüse versorgen, außerdem Katzen, Hasen und ein paar Zwerghühner, deren Eier wir gern genießen.

Inzwischen leben bei uns drei Generationen am Hof: unsere zwei Kinder und unser Schwiegersohn sowie zwei Enkelchen. Doch unser Leben dreht sich nicht nur um Arbeit und Familie: Von uns "Großen" geht fast jeder auch einem Hobby nach. So engagieren sich Werner und unser Sohn in der freiwilligen Feuerwehr am Ort, außerdem ist Werner im Musikverein. Ich unterstütze unsere VonHier-Werbegruppe, das heißt, wir machen die regional erzeugten Bio-Produkte im Allgäu bekannter. Unsere Tochter spielt Korbball und ist Korbball-Schiedsrichterin, während ihr Mann sich der Musik widmet und im Musikverein den Vorsitz führt.

Auf unserem Hof leben drei Generationen unter einen Dach.
Familie auf Kuhweide
Ob jung oder alt: Wir genießen das Landleben. Unsere Enkelkinder fahren schon mit ihrem eigenen Spielzeugtraktor.
Kinder mit Mann auf Kuhweide
Da strahlt der Nachwuchs, wenn er mit Opa Rehle auf den großen Trecker darf.
Männer mit Kindern auf Traktor

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Garantiert ökologisch erzeugte Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-006-40732-A geführt wird.

Weitere Informationen:

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