Bioland-Hof Bräuchler



Oben in den Wäldern

Mir liegt die artgerechte Haltung unserer Tiere am Herzen.
Betriebsleiter vor Weide mit Küken

Bei uns sagen die Leute oft: "Wir gehen in die Wälder rauf." Damit meinen die Aichstettener, sie gehen auf den Berg hinauf, wo unser Hof und die Nachbarhöfe liegen. Deshalb heißen sie auch "Wälderhöfe".

Hier lebe ich, Theo Bräuchler, zusammen mit meiner Frau Renate und unseren Kindern Sophie und Philipp. Wir wohnen in Häberlings, einem Ortsteil der Gemeinde Aichstetten im Landkreis Ravensburg, und damit im württembergischen Allgäu.

Unser gut 150 Jahre altes Haus steht inmitten grüner Wiesen und dunkler Wälder abseits von Verkehr und Trubel und doch nicht zu weit weg von allem. Auf dem Hof betreiben Renate und ich ökologische Milchvieh- und Geflügelhaltung im Vollerwerb.

Rückendeckung von unseren Kunden

Wir haben uns von der Käfighaltung verabschiedet und sind seit 1999 als Öko-Betrieb anerkannt.
Frau packt Eier in Kartons

Als ich den Hof 1990 von meinen Eltern übernommen habe, war es noch ein konventionell geführter Betrieb. Es gab 30 Milchkühe und 5.000 Legehennen in einer Legebatterie. Da ich aber nie glücklich war mit dieser Form der Geflügelhaltung, bin ich 1996 in die Freilandhaltung eingestiegen. Im selben Jahr habe ich auch den Kuhstall zu einem Laufstall umgebaut.

Von da an habe ich den Hof immer weiter in Richtung ökologische Landwirtschaft entwickelt. Im Jahr 1999 erhielt ich die Zertifizierung. Ich rede deshalb von "entwickeln", weil wir unsere Stammkundschaft nicht vergraulen wollten. Wir haben sie in jahrzehntelanger Arbeit aufgebaut, denn schon mein Vater hat die Eier direkt ab Hof und auf Wochenmärkten – ja sogar von Haustür zu Haustür – verkauft. Hätten wir von heute auf morgen umgestellt und entsprechend die Preise angezogen, wären uns womöglich treue Käufer abgesprungen.

Doch die Reaktion der Kunden war überwältigend: Fast alle sind mitgegangen! Und noch immer kommen neue hinzu – obwohl wir keine Werbung machen. Sie kaufen unsere Bio-Eier entweder direkt ab Hof in unserem Hofladen oder auf dem Wochenmarkt in Bad Waldsee. Viele beliefern wir auch auf unserer wöchentlichen "Eier-Tour" in der näheren Umgebung.

Umgeben von duftenden und blühenden Pflanzen macht die Arbeit Freude.
Betriebsleiterin vor blühenden Pflanzen
Der Hofladen lädt zum Entdecken und Einkaufen ein.
Hinweisschild zum Hofladen
Einmal wöchentlich geht unser Lieferservice auf "Eier-Tour".
Lieferwagen

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Ein mutiger Schritt, aber in die richtige Richtung

Heute bin ich froh, meinen Wunsch vom Öko-Betrieb in die Tat umgesetzt zu haben. Aber damals hat das ganz schön Mut verlangt. Bei all den Kosten, die zunächst anfielen, durfte ich nicht an den Verdienst denken. Doch mir war es so wichtig, von der Käfighaltung wegzukommen. "Wenn ein Tier raus will oder scharren möchte, dann soll es das doch auch tun können", hieß meine Devise.

Obwohl im Öko-Futter weder Wachstumsförderer noch Antibiotika enthalten sind, haben wir kräftige Tiere und viel geringere Tierarztkosten als zuvor. Mittlerweile ist unsere Landwirtschaft so stabil aufgestellt, dass wir die Arbeit zu zweit gar nicht mehr schaffen und ständig einen Lehrling zur Ausbildung am Hof haben.

2009 habe ich überlegt, noch Masthähnchen hinzuzunehmen. Nachdem ich mich darüber kundig gemacht habe, ob es einen Markt dafür und langfristige Handelspartner gibt, kamen im Sommer 2009 die ersten 3.000 Öko-Küken hier an.

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Garantiert biologisch erzeugte Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BW-006-13284-ABD geführt wird.

Weitere Informationen:

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Kühe zwischen Tal und Berg

Auch für die Rinderherde haben wir genügend Platz und Bewegungsmöglichkeiten.
Betriebsleiter vor der Rinderweide

Unsere Grünflächen werfen genügend Futter für die Herde der Milchkühe ab. Im Sommer sind sie Tag und Nacht draußen und weiden frisches Gras. Hier praktiziere ich die so genannte "Kurzrasenweide": Indem ich die Rinder gezielt von Fläche zu Fläche umsetze, halten sie die Wiesen kurz und das Unkraut sprießt nicht mehr so stark.

Den "Sommerspeiseplan" ergänze ich mit Heu und fördere damit die Milchleistung. Täglich geben unsere Rinder 900 bis 1.000 Liter Milch. Im Winter füttern wir Silage und Heu - also den ersten Schnitt der Wiesen - sowie Grummet, so heißen der zweite und die folgenden Schnitte. Statt Kraftfutter gibt es bei uns Grascobs.

Einen Großteil des Nachwuchses, meistens um die 20 Stück Jungvieh, sömmern wir auf einer Alpe in den Bergen. Wenn der Sommer vorbei ist und sie genügend wilde Kräuter und saftiges, unbehandeltes Gras gefressen haben, kommen sie wieder zu uns an den Hof.

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Oase für Tiere und Pflanzen

Hier fühlen sich alle Arten von Tieren wohl.
Junge hält Katze im Arm

Neben all den Nutztieren haben wir immer auch einige Haustiere: ein paar Katzen und einen Hofhund. Bei uns finden immer die Geschöpfe Obdach, die andere Menschen ausgesetzt haben. Aber wir lieben es auch, Tiere an den Hof zu locken: So ist unsere Streuwiese, die nur einmal im Jahr gemäht wird, ein besonderes Asyl für seltene Pflanzen und Lebewesen. Ebenso das Hochbeet unseres Sohnes, in dessen Steinmauern sich einiges Leben angesiedelt hat. Auch unsere zwei Weiher, die kleine Biotope sind, und die vielen Hecken, mit denen wir am landwirtschaftlichen Heckenprogramm teilnehmen, bieten vielen Tieren Unterschlupf und Nahrung. Überhaupt ist unser Hof Teil eines Biotopverbundes, ein Bindeglied zwischen verschiedenen schützenswerten Flächen.

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