Union de Sociedades de La Selva S.deS.S.



Existenzsicherung im Süden Mexikos

Als Mitglieder der Kooperative gehören die Kleinbauern verschiedenen La-Selva- Gruppen an.
Pflückerin in traditioneller Tracht

Die Union de Sociedades da La Selva ist eine Bauernkooperative. Die rund 1.000 Mitglieder, allesamt Kleinbauern, erzeugen in fünf Regionen nahe Comitan de Domínguez hochwertigen Rohkaffee. Sie bauen Kaffee sowohl zu Exportzwecken als auch für den eigenen Kosum an. Außerdem bedienen sie die regionalen Märkte.

Der Anbau erfolgt ausschließlich nach den Richtlinien des Naturland Verbandes. Selva gibt dem Hochplateau um Comitan im Bundesstaat Chiapas seinen Namen. Es liegt im Südosten Mexikos, wo durch den ökologischen Landbau auf vielfach kargen Böden der Erosion vorgebeugt wird.

Der hohen Luftfeuchtigkeit und dem für die Höhenlage typischen Nebel begegnen die Bauern tagtäglich mit einem strahlenden Gemüt. Die Kooperative ermöglicht ihnen einen fairen Preis für ihre Rohware. Serafin Lopez Vazquez ist Präsident der Kooperative.

Die einzelnen Gruppen bestehen aus nachbarschaftlich verbundenen Männern und Frauen.
La Selva Gruppe
Zur Gewinnung des Rohkaffees wird unter anderem das Fruchtfleisch (Pulpe) entfernt.
Bäuerinnen beim Entpulpen
Klein, aber sicher: Die Kooperative sichert den Bauern ihre Zukunft durch einen nachhaltigen Landbau.
Kleinbauern beim Verlesen

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Ökologischer Kaffeeanbau tut Mensch und Natur gut

Speziell zubereiteter Humus fördert die Fruchtbarkeit des Bodens.
Humusbereitung

Die Kooperative beschäftigt gemeinsam einen Sekretär, Miguel Cruz Hernandez, und einen Kassierer, Delmar Lopez Velazquez. Javier Gonzales Perez leitet den Aufsichtsrat.

Tatsächlich kennen die meisten mexikanischen Kleinbauern nur den ökologischen Anbau als Wirtschaftsweise. Mit ihm verbindet sich ein schonender Umgang mit der Natur, der auch die Arbeitsbedingungen und damit die soziale und gesundheitliche Situation der Kleinbauern positiv beeinflusst. Beispielsweise ist der Einsatz von leicht löslichen Mineraldüngern und chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln im ökologischen Landbau verboten.

Durch die für ökologischen Kaffee gestiegenen Vermarktungschancen konnten immer mehr Bauern als Mitglieder gewonnen werden. Sie bewirtschaften Parzellen unterschiedlichster Größe.

Frauen der Kooperative schaffen sich mit dem Backen von Tortillas eine zusätzliche Einnahmequelle.
Frauen der Kooperative
Vor und nach dem Entpulpen: Hochlandkaffees (Arabica) haben eine besonders hohe Qualität.
Rohkaffee vor und nach dem Entpulpen
Die Geschäftsführer von La Selva kooperieren bei der Vermarktung mit Franz Niehoff (links) von der Rösterei Niehoff.
Geschäftsführung La Selva mit Franz Niehoff

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Kleine "Bohnen"-Fibel

Kaffeebauern in Mexiko und Röstereien in Deutschland: Sie bilden ein gutes Team für die Menschen vor Ort, unsere Umwelt und für die Qualität des Kaffees.
Franz Niehoff mit Bäuerin

Die Früchte der Kaffeepflanze, rote kirschenähnliche Steinfrüchte, werden als Kaffeekirschen bezeichnet. Sie beinhalten meist zwei Kerne, die Samen. Botanisch gesehen sind Kaffeebohnen also die Samen der Kaffeepflanze.

Von mehr als 40 Arten werden heute weltweit hauptsächlich die Arabica- und Robusta-Sorten in unterschiedlichen Varietäten angebaut. Je nach Art der Kaffeepflanze, Sorte der Kaffeebohne und Anbauort gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen.

In Chiapas erfolgt die lange Reifung der Kaffeebohnen auf rund 1.600 Höhenmetern in einem besonderen Mikroklima. Die kleinen Plantagen benötigen ein ausgeglichenes Klima ohne größere Temperaturschwankungen. Viele Bäume und Sträucher, die zum lokalen Ökosystem passen und zu einer hohen Biodiversität beitragen, werden speziell zur Beschattung der Kaffeepflanzen angepflanzt und gepflegt.

Auf den Einsatz von Maschinen wird weitestgehend verzichtet: Die Pflege jeder einzelnen Kaffeepflanze erfolgt in aufwändiger Handarbeit, ebenso wie die Ernte der tiefroten Kaffeekirschen. Hier, nördlich des Äquators, liegt die Ernte in der Zeit von September bis Dezember. Sie dauert bis zu 12 Wochen, weil die einzelnen Früchte unterschiedlich lange für die Reifung benötigen.

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Garantiert ökologisch erzeugt und fair gehandelt

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch die Union de Sociedades de La Selva S.deS.S. mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch.

Zusätzlich ist die Kooperative nach dem Qualitätssicherungsstandard FLO (Fairtrade Labelling Organizations International) zertifiziert.

Weitere Informationen:

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