Tannenhof



Willkommen auf dem Tannenhof

Wir führen den Tannenhof schon in der zweiten Generation nach ökologischen Richtlinien.
Blick auf Hof über schneebedeckte Wiese

Hier ist immer etwas los. Mein Mann Gottfried und ich, Heidrun Epple, wir kümmern uns um den Hof und die Landwirtschaft, machen Käse, brennen Schnaps und bedienen Gäste, Freunde und Kunden im Hofladen. Dazwischen springen unsere Kinder herum. Außerdem tummelt sich hier stets eine muntere Haustierschar: Hund und Katze, Hasen, Hühner und eine Ziege. Wenn außerdem die Ferienwohnungen belegt sind, genießen auch unsere Urlauber die Landluft und das Draußensein. Als gute Seele hinter allem sorgt Oma Emmy für unser Wohl, sammelt Kräuter und hegt den Garten und die Blumen.

Schon seit dem Ende das 18. Jahrhunderts lebt Gottfrieds Familie hier am Hof, und stets war klar, dass er oder einer seiner drei Brüder den Betrieb übernehmen und die lange Tradition fortführen würde. Deshalb entschied Gottfried sich für den landwirtschaftlichen Beruf und hat sich bis zum Meister fortgebildet. Im Jahr 2001 übernahm er den Betrieb von seinen Eltern. Viel ändern brauchte er nicht, denn schon seit 1988 wirtschaften seine Eltern nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus, und auch die traditionelle Milchviehhaltung entsprach Gottfrieds Vorstellungen. Ebenso hat er sich bei seinem Vater das Käsen und Brennen abgeschaut und setzt es mit Leidenschaft fort.

So arbeiten wir mit der Natur

Wir achten auf einen geschlossenen Betriebskreislauf und verfüttern an die Kühe Futter, das wir von unseren Wiesen gewinnen.
Betriebsleiter und Kind beim Ausmisten im Stall

Unser Hof liegt relativ ruhig, in der für das Westallgäu typischen Einzellage. Vom Verkehr her sind wir gut angeschlossen, denn die Straße von Opfenbach nach der Stadt Wangen führt nur wenige hundert Meter entfernt vorbei. So steht der Hof inmitten grüner, kräuterreicher Wiesen. Die Landschaft zeigt sich sanfthügelig und ist durchzogen von kleineren Ortschaften, anderen Höfen, Bächlein, Baumgruppen und Waldstücken. Ganz typisch für das Bild sind natürlich in der warmen Jahreszeit die Kühe überall auf den Weiden.

Wir halten 18 Milchkühe und haben immer ein paar Jungtiere zur Nachzucht sowie einen Stier mit am Hof. Von unseren 16 Hektar Grünland erzeugen wir soviel Futter, dass es für die Tiere reicht und wir nur etwas Bio-Getreide und die Bio-Einstreu für den Stall dazukaufen. Auch sonst achten wir auf geschlossene Kreisläufe. Abgesehen vom selbst erzeugten Futter heißt das, dass wir unsere Flächen nur mit dem an Mist und Gülle düngen, was in unserem Stall anfällt.

Beim Holz greifen wir ebenso auf eigene Ressourcen zurück: Unsere vier Hektar Wald werfen genügend zum Heizen und Bauen ab. Unser neues Austragshaus, in dem die Oma wohnt und sich eine der zwei Ferienwohnungen befindet, besteht zum großen Teil aus eigenem Holz.

In handwerklicher Tradition entstehen in unserer Hofkäserei feine Käsespezialitäten.
Betriebsleiter entnimmt Käseprobe aus Käselaib
Äpfel, Birnen und Pflaumen: Das Obst für die Brände kommt von unserer Streuobstwiese.
Betriebsleiter präsentiert Flaschen mit Obstbränden

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Was macht die Kuh unterm Apfelbaum?

Auch unsere Herde verbringt die Tage von April bis November im Freien. Auffallend an ihnen sind die Hörner, die wir nicht abschneiden. In der wärmeren Jahreszeit fressen unsere Kühe das Gras der Wiesen – eine frischere und abwechslungsreichere Nahrung gibt es einfach nicht. Von den Flächen, wo nicht geweidet wird, gewinnen wir das Futter für den Winter: die erste Mahd (das Heu) sowie die zweite bis vierte Mahd (Öhmd genannt). Chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungs- und Düngemittel kommen bei uns nirgendwo zum Einsatz. Auch wenn die Kühe einmal krank sind, verlassen wir uns fast immer auf die Kraft der Natur: Gottfried hat mehrfach Kurse dazu belegt und kennt sich mit Homöopathie sehr gut aus.

Wir lassen die Tiere auch gern auf unserer Streuobstwiese weiden; vor allem im Sommer finden sie dort Schutz vor zu viel Sonne. Denn im Gegensatz zu Obstplantagen wachsen die Bäume auf einer Streuobstwiese hochstämmig, so dass die Kühe darunter stehen können. So ergibt sich die doppelte Nutzung - als Weidefläche und für die Obsterzeugung. Wir gewinnen hier nicht nur die leckeren Äpfel, Birnen und Pflaumen für unsere Obstbrände und den Most: Die Pflege einer solchen Streuobstwiese bedeutet auch wichtige Landschaftspflege, da wir so einen ungewöhnlich artenreichen Lebensraum erhalten, der andernorts mehr und mehr verschwindet. Ähnlich verhält es sich mit den vielen Feldhecken auf unserem Anwesen, die uns zwar ein wenig zusätzliche Arbeit bereiten, zugleich jedoch zahlreichen, auch seltenen Pflanzen und Tieren ein Zuhause sind.

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Unsere Antwort auf die Energiefrage

An vielen Stellen rund um den Hof setzen wir unser Motto um: Arbeiten mit der Natur
Betriebsleiter mit Familie vor Wirtschaftsgebäuden

Was wir unter Öko-Landbau verstehen, geht noch einen Schritt weiter und schließt die Energie mit ein. So heizen wir nicht nur mit Holz und haben damit gebaut, sondern der Neubau ist als Niedrig-Energiehaus gestaltet und sammelt über das Jahr mehr Energie als er verbraucht. Mit unseren Fotovoltaikanlagen speisen wir mehr Strom ins öffentliche Netz ein als der gesamte Betrieb verbraucht. Daneben gibt es eine Solaranlage, mit der wir das Wasser erwärmen. Außerdem lassen wir die Abwärme, die beim Kühlen der Milch anfällt, nicht entweichen, sondern führen sie dem Wasser zu, mit dem wir die Melkanlage reinigen. All das Wasser, das hier gebraucht wird, reinigt unsere Pflanzenkläranlage.

Auch bei den Maschinen achten wir auf Umweltverträglichkeit: Wir schmieren sie mit Bio-Ölen und -Fetten. Die Traktoren bekommen bis zu 50 Prozent kaltgepresstes Rapsöl als Treibstoff.

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Garantiert ökologisch erzeugte Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BW-006-40459-ABD geführt wird.

Weitere Informationen:

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Wenn Hobby und Beruf verschmelzen

Käse in vielen Variationen und noch mehr "Hausgemachtes" gibt es in unserem Hofladen zu kaufen.
Frau hinter Käsetheke

Bei all dem vielen Geschehen am Hof bleibt wenig Zeit für Hobbys oder Ehrenämter, wobei für Gottfried die Brennerei und das Käsen Freizeit und Arbeit in einem bedeuten. Die Käse entstehen neben der Milchkammer, gelagert werden sie im Keller, wo sie drei bis fünf Monate reifen, je nachdem, wie sie dann über die Ladentheke gehen sollen: Der milde Bauernkäse braucht drei Monate, der kräftige fünf Monate. Manchen Sorten geben wir noch Knoblauch, Pfeffer, Kräuter oder Chili zu, so dass weitere Geschmacksrichtungen entstehen.

Die Einzige am Hof, die ein Ehrenamt hat, ist Oma Emmy: Als Wildkräuterfrau engagiert sie sich beim Verein Allgäuer Kräuterland und kennt sich bestens aus mit dem Pflanzen, Sammeln und der Verwendung hiesiger Kräuter. Was sie nicht selbst zieht, findet sie auf den umliegenden Wiesen und im Wald. Dabei weiß Emmy genau, was sie wann – von den Blüten zu den Wurzeln – verwenden kann. Dank ihr haben wir im Haus immer verschiedene Tees und Küchenkräuter, Cremes, Tinkturen, Speise-, Duft- und Körperöle sowie selbstgemachte, milde Seifen.

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