Naturland Hof Hartkämper



Auf das Schwein gekommen

Wir haben unseren Hof 1999 auf ökologischen Landbau umgestellt.
Betriebsleiter vor Schweinebucht

Unser Naturland Hof liegt bei Rietberg, der "Stadt der schönen Giebel" im Kreis Gütersloh. Hier lebe ich, Andreas Hartkämper, mit meiner Familie und meinen Eltern. Ich wollte den Hof schon immer übernehmen und bewirtschafte ihn seit der Hofübergabe in 2004 als Betriebsleiter.

Bei uns in Westfalen halten die meisten landwirtschaftlichen Betriebe Tiere - neben Schweinen finden sich Hühner und ebenso Kühe. Unseren Hof bewirtschaftet meine Familie bereits seit 1950. Anfangs beherbergte der Hof nur zwei oder drei Kühe. In 1980 waren es dann schon 30 Kühe, und es kam die Schweinehaltung hinzu. Nach der Umstellungszeit vom konventionellen Landbau auf den ökologischen konnten wir im Jahr 2001 unsere ersten Bio-Erzeugnisse vermarkten.

Wir halten auch eine Milchkuhherde von 50 Tieren mit Nachzucht.
Frau mit Kindern am Rand der Rinderweide sitzend
Unsere Schweine können jederzeit in den Auslauf an die frische Luft.
Betriebsleiter vor Schweineauslauf
Die Tiergesundheit wirkt sich positiv auf die Fleischqualität aus.
Schweine im Stroh

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Artgerecht und genug Platz für Spiel und Bewegung

Zum Schutz unserer Umwelt liegt mir besonders der sparsame Umgang mit Energie am Herzen.
Kind blickt auf Kuhweide

Meine Lehre habe ich auf einem großen Betrieb mit Sauenhaltung absolviert, daran hat sich mein Zivildienst als Betriebshelfer auf einem ökologisch bewirtschafteten Hof angeschlossen. Nach zahlreichen anregenden Diskussionen während dieser Zeit entschied ich mich, meine Ausbildung an der Fachschule für Agrarwirtschaft mit Schwerpunkt Öko-Landbau in Kleve zu machen.

Die Erfahrungen an der Schule motivierten mich, den eigenen Hof umzustellen. Er bietet Platz für knapp 200 Mastschweine, die wir als Ferkel von Naturland zertifizierten Höfen zukaufen. Die wenige Wochen alten Ferkel können sich auf unserem Hof artgemäß entwickeln. Ihren Bedürfnissen entsprechend bieten die Stallungen ausreichend Möglichkeiten zu Bewegung und Spiel.

Als Familienvater liegt mir eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Flächen besonders am Herzen. Auf 40 Hektar Ackerfläche und 22 Hektar Grünland bauen wir das Futter für unsere Tiere an. Neben den Schweinen halten wir eine Milchkuhherde mit Nachzucht.

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Kreisläufe der Natur nutzen

Ein Misthaufen bildet die Grundlage für die Nährstoffversorgung der Böden.
Misthaufen

Beim Anbau der Feldfrüchte achten wir auf eine sinnvolle Abfolge der Kulturen auf dem jeweiligen Standort. Mit dem Anbau von Hülsenfrüchten (Ackerbohnen, Erbsen) auch als Untersaat (Rotkleegras) versorgen wir unsere Böden mit Nähr- und Mineralstoffen. Tief wurzelnde Pflanzen sind auf unseren sandigen Flächen von Vorteil, denn sie fördern die Durchwurzelung des Bodens. Außerdem beugen sie einer Auswaschung von Nährstoffen und dem Abtrag von Boden durch Wind und Regen vor. Ein Teil der Pflanzen wird als Gründüngung untergearbeitet.

Der Dung der Tiere ist Bestandteil der natürlichen Kreisläufe auf unserem Hof. Er wird auf die Betriebsflächen ausgebracht, wo seine Inhaltstoffe den Kulturpflanzen als Nährstoffquelle dienen. Das Erntegut wiederum ist das Futter für unsere Tiere. So entsteht ein Kreislauf von Tier, Pflanze und Boden, bei dem die Bodenfruchtbarkeit ohne die Zufuhr chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel gewährleistet ist.

Der Anbau von Bohnen und Erbsen fördert die Bodenfruchtbarkeit.
Ackerbohnen
Wir verfüttern hauptsächlich Getreide von unseren eigenen Flächen.
Blick über die Rinderweide auf Stallgebäude
Die ökologische Haltung kommt den Bedürfnissen der Tiere entgegen.
Familie mit zwei Hunden

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Öko-Kontrolle schafft Vertrauen

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-NW-005-02361-A geführt wird.

Weitere Informationen:

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