Naturland Hof Harig



Schweinehaltung mit Tradition

Unser Mitarbeiter Benno Sandkühler (links)
Mitarbeiter und Betriebsleiter

Ich bin Jobst Harig und Betriebsleiter auf unserem Naturland Hof. Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und dem Abschluss meines Agrar-Studiums habe ich den Betrieb von meinem Vater übernommen. Zeitgleich mit der Übernahme erfolgte die Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise.

Bis 1978 war unser Hof ein Gemischtbetrieb mit Milchkühen und Schweinen, danach haben wir uns auf Sauenhaltung und Schweinemast spezialisiert.

Nach zwei Jahren Umstellungszeit konnten wir 2003 die ersten Öko-Schweine vermarkten.
Sau mit Ferkeln
Wir halten rund 50 Muttersauen, die Ferkel bleiben bis zur Schlachtung auf dem Hof.
säugende Sau
Mit der ökologischen Tierhaltung haben wir eine Haltungsform gefunden, die Schweine artgemäß zu mästen.
Auslauf Mastschweine

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Gute Gründe für artgemäße Schweinehaltung

Alle Tiere verfügen über eingestreute Gruppenbuchten mit befestigtem Auslauf, manche haben auch Freigang...
Mann mit Eber

Mein "innerer Widerstand" gegen den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und die damit verbundene Abhängigkeit von den Agrar-Konzernen haben mich motiviert, Öko-Bauer zu werden. Auf der Suche nach einer artgerechteren Haltungsform für die Schweine und einer entsprechenden Vermarktung, die die höheren Kosten honoriert, habe ich mich dem Naturland Verband angeschlossen. Ich sehe den ökologischen Landbau als Herausforderung für eine leistungsstarke und nachhaltige Bewirtschaftung.

Unsere Sauen werden aus den Rassen Edelschwein, Landrasse und Duroc gekreuzt. Das Edelschwein und die Landrasse bringen gute Muttereigenschaften mit, Duroc sorgt für eine hohe Fleischqualität. Auf der Vater-Seite zeichnet sich die Rasse Pietrain durch die Fleischfülle aus. Ein übermäßiger Fettansatz bleibt aus.

Mit einem Naturland Kollegen betreibe ich eine Futter-Mist- Kooperation.
Betriebsleiter und Kooperationspartner im Feld

Rund zwei Drittel des Futterbedarfs decken wir selbst und durch Kooperation mit einem Nachbarhof, der ebenfalls dem Naturland Verband angehört. Im Gegenzug für sein Futtergetreide erhält er von uns Mist und Jauche als hochwertigen Dünger.

Futtererbsen und andere Leguminosen lockern den Boden und liefern ihm Stickstoff.
Futtererbsen
Besonders achte ich auf eine schonende (nicht zu tiefe) und energiesparende Bodenbearbeitung.
Weizen
Der Zinkenstriegel ist auf unserem Hof das wichtigste Gerät zur Reduzierung von Unkraut im Feldfruchtbau.
Mann bei Zinkenstriegel

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Ressourcenschonende Fleischerzeugung

Nach der Säugezeit kommen die abgesetzten Ferkel in die Ferkelaufzucht.
Ferkelaufzucht

Der Anbau unserer Feldfrüchte wird nach dem Futterbedarf der Schweine und nach den Erfordernissen des Bodens ausgerichtet. Eine vielfältige Fruchtfolge mit Ackerbohnen, Futtererbsen, Körnermais und Getreide als Hauptfrüchte und Klee, Buchweizen, Phacelia, Ölrettich und Sonnenblumen als Zwischenfrüchte trägt zur Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit bei. Durch den Verbleib der Zwischenfrüchte auf dem Feld wird Humus aufgebaut. Außerdem werden der Boden gelockert und seine Durchwurzelung und das Wasserhaltevermögen verbessert.

Sonnenblumen und andere Zwischenfrüchte fördern die Bodenfruchtbarkeit.
Feld mit blühenden Zwischenfrüchten

Die Berücksichtigung natürlicher Kreisläufe spielt im ökologischen Landbau eine besondere Rolle. Bei einem Betrieb mit kombinierter Tierhaltung und Ackerbau spricht man von einem geschlossenen Betriebskreislauf: Der Dung der Tiere dient dem Boden als Humuslieferant und den Pflanzen als Nährstoffquelle. Die Ernte wird an die hofeigenen Tiere verfüttert, deren Dung wiederum die Pflanzen ernährt.

Neben dem eigenen Getreide füttern wir Naturland zertifiziertes Futter möglichst aus der Region.
Schweinemüsli
Der Futterautomat ermöglicht eine Einteilung der Fütterung nach Gewichtsklassen.
Ferkel an Futterautomat
Mit einem benachbarten Öko-Gemüsebaubetrieb tauschen wir jährlich einige Hektar Ackerflächen.
Landwirte im Kartoffelfeld

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Wir arbeiten garantiert ökologisch

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-NI-005-03112-A geführt wird.

Weitere Informationen:

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