Naturland Hof Maurer



Unsere Scholle: eine Herausforderung

Mit unserem Hof im Nordwestpfälzer Bergland nehmen wir am Naturschutzprogramm teil.
Mutterkuhherde

Wir sind Familie Maurer: meine Eltern Horst und Roswitha, mein Ehemann, unser Sohn und ich. Mein Mann Johannes Herhammer ist der Juniorchef auf dem Hof, mein Vater Seniorchef. Ich bin Angela Maurer.

Hof und Ländereien liegen in einem kleinen Seitental an dem Fluss Glan, in der Nähe des gemütlichen mittelalterlichen Städtchens Meisenheim. Wegen des geringen Jahresniederschlags und der steinigen Böden, die aus sandigem Lehm bis lehmigem Sand bestehen, gelten unsere Flächen als benachteiligtes Gebiet. Durch die ökologische Wirtschaftsweise berücksichtigen wir die natürlichen Gegebenheiten der Region und wirtschaften gemäß unserer Überzeugung.

Der ehemalige Milchkuhbetrieb wird seit fünf Generationen von uns Maurers bewirtschaftet. Heute halten wir Mutterkühe und Sauen.

Seit 2001 spezialisieren wir uns auf Mutterkühe und Sauenhaltung.
Mann auf Kuhweide
Öko-Futter und Bewegung halten unsere Tiere gesund.
Juniorchef füttert Schweine im Auslauf
Durch einen vielseitigen Anbau erhalten wir die Bodenfruchtbarkeit.
Junior und Senior auf Feld mit Naturland Schild

Nach oben

Das Schwein ist ein "Familientier"

Alle Schweine werden in Gruppen und auf Stroh gehalten.
Schweineauslauf

Die Haltungsbedingungen unserer Tiere liegen uns besonders am Herzen. Auch darum haben wir uns für den ökologischen Landbau entschieden. Viel Tageslicht, natürliche Belüftung und Auslauf gehören zu den Grundvoraussetzungen der ökologischen Tierhaltung.

Schweine sind von Natur aus waldbewohnende, familiäre Gruppentiere mit einem lebhaften Erkundungsverhalten. Wir halten daher alle Schweine in Gruppen. Etwa drei Wochen verbringen die Muttersauen mit ihren Ferkeln in Einzelbuchten. Zur Entwöhnung der Ferkel von der Muttermilch ziehen sie dann wieder in die Gruppenbuchten um.

Unsere Sauen entstammen einer Kreuzung der Deutschen Landrasse mit Deutschem Edelschwein. Sie werden mit robusten, stresstoleranten Rassen gekreuzt, die eine gute Futter- und Grundfutterverwertung sowie insbesondere eine hohe Fleischqualität aufweisen. Bei der Eberwahl setzen wir deshalb auf eine Kreuzung der Rassen Hampshire und Duroc.

Unsere Limousin-Rinder (mit Kreuzungen) beweiden die umliegenden Hofflächen; den Winter verbringen sie in einem eingestreuten Stall mit überdachtem Auslauf.

Der Gruppenstall berücksichtigt die Bedürfnisse und Gewohnheiten von Schweinen.
Juniorchef in Gruppenstall
Bei Ackerbau mit Tierhaltung schließt sich der natürliche Kreislauf von Boden, Tier und Pflanze.
Schlepper vor Stallgebäude
Die Spatenprobe gibt Auskunft über die Beschaffenheit des Bodens und seine Fruchtbarkeit.
Betriebsleiter bei Spatenprobe

Nach oben

Warum wir ökologisch wirtschaften

Ohne Gentechnik: Wir schaffen eine zukunftsfähige Landwirtschaft für nachfolgende Generationen.
Seniorchef in Getreidefeld mit Schild "Wir arbeiten ohne Gentechnik"

In unserer Familie engagieren sich die Männer bei der Feuerwehr, die Frauen im Landfrauenverband. Dort entflammte Anfang der 1980er-Jahre unsere - zunächst experimentelle - Freude an der ökologischen Wirtschaftsweise: Roswitha hörte einen Vortrag der Landfrauen, in dem es um ökologischen Gartenbau ging. Mein Vater verfolgte diese Phase kritisch. Heute ist er überzeugter Öko-Bauer: "Landwirtschaft geht auch ohne Chemie, die für Mensch und Tier in der heute angewandten Form nicht förderlich ist." Von seinen Erfahrungen profitieren wir und unsere Nachfolgegeneration, denn schon seit 1989 wird unser Hof nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus betrieben.

Den ökologischen Landbau verstehen wir als Herausforderung, denn er verlangt von uns ein weitreichendes Verständnis und eine immer neue Auseinandersetzung mit dem Boden. Jeweils zur Hälfte bewirtschaften wir unsere Flächen als Ackerland und als Grünland. Die Bewirtschaftung dient hauptsächlich der Futtergewinnung für unsere Tiere.

Unsere Schweine erhalten Getreideschrot oder Körnerleguminosenschrot und Silagen bzw. Grünfutter im Sommer. Den Sauen füttern wir Silage oder Klee als Grundfutter. Der Anbau von Leguminosen (Klee, Erbsen, Luzerne) - auch als Untersaat - spielt auf unserem Hof eine besondere Rolle. Sie erhalten und fördern die Bodenfruchtbarkeit, indem sie Nährstoffe (Stickstoff) im Boden binden. Außerdem reduzieren sie das Unkraut und wirken erosionsmindernd.

Nach oben

Kontrollierte Bio-Erzeugnisse, denen Sie vertrauen können

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer DE-RP-003-61689-AD geführt wird.

Weitere Informationen:

Seite drucken
© 2005-2017   |   bio-mit-gesicht.de   |   Impressum   |   Datenschutz   |   Kontakt zur Initiative   |   Startseite bio-mit-gesicht.de