Ferienhof Ammersinn



Ein kleiner Weiler weitab vom Lärm

Wir haben unseren Hof im Jahr 1998 auf ökologische Landwirtschaft umgestellt.
Betriebsleiterfamilie am Tisch sitzend

Unser Hof liegt eingebettet in die seichten Hügel des Voralpenlandes mit ihren bunten Wiesen und dichten Wäldern. Unser Heimatort Ofen ist ein kleiner Weiler in der Gemeinde Wald im Ostallgäu auf 830 Metern Höhe, von wo der Blick sich weit öffnet auf die Allgäuer und Tiroler Berge. Hier leben und arbeiten mein Vater Hubert Ammersinn und seine Partnerin Resi Zierof sowie meine Lebensgefährtin Stefanie Martin, unser Junior Pius und ich, Tobias Ammersinn.

Mein Vater hat das Anwesen 1973 gekauft und betreibt seither Landwirtschaft im Nebenerwerb. Im Gegensatz zu vielen anderen Bauernhöfen setzte er nicht auf die Milchviehhaltung, sondern betreute Pensionsvieh, das heißt, andere Landwirte konnten ihre Rinder bei ihm unterbringen.

Als 1996 die Feneberg Lebensmittel GmbH Mutterkuhhalter suchte für die neue regionale Produktlinie "Prima Rind", war unser Hof sofort dabei. Und als wenig später, 1998, daraus die Bio-Marke VonHier hervorging, haben wir auf ökologische Landwirtschaft umgestellt und nehmen seither am VonHier-Programm teil. Als Öko-Betrieb achten wir auf artgerechte Tierhaltung und die umweltfreundliche Bewirtschaftung des Hofes.

Von meinem Vater habe ich viel über die Landwirtschaft gelernt.
Betriebsleiter, Partnerin und Vater
Wir züchten Süddeutsche Kaltblüter und bilden sie als Arbeitstiere aus.
Betriebsleiter mit Pferden

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Damit die Tiere sich wohlfühlen

Den Sommer verbringt unsere Rinderherde auf der Weide.
Betriebsleiter mit Vater vor Rinderherde

Unsere Herde umfasst 15 Mutterkühe; mit den Kälbern und unserm Stier sind es um die 30 Tiere. Von unseren rund 24 Hektar Grünland versorgen wir sie, ohne Futter zuzukaufen. Wir erlauben uns sogar den kleinen "Luxus", im Winter ein wenig Silage und viel Heu zu füttern, obwohl es aufwendiger zu ernten ist. Wir sind nämlich davon überzeugt, dass das die Fleischqualität positiv beeinflusst.

Während die Rinder den Sommer auf den Weiden im Freien verbringen, kommen sie über den Winter im geräumigen Laufstall unter. Sie können auf Tiefstreu bequem liegen, und für den Nachwuchs gibt es einen Kälberschlupf, wo nur die Kleinen hineinpassen. Jederzeit können die Tiere ins Freie treten und sich im Laufhof die Wintersonne aufs Fell scheinen lassen.

Stroh zum Einstreuen ist eigentlich das Einzige, was wir zukaufen müssen, denn unsere kleine, einen halben Hektar große Streuwiese wirft bei Weitem nicht genug ab, damit es für den Stall reicht. Ansonsten achten wir aber auf geschlossene Kreisläufe: Wir halten nicht mehr Tiere als unser Boden mit Nahrung versorgen kann, und was unsere Tiere abgeben, muss ohne Belastung wieder auf die Fläche aufzubringen sein.

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Garantiert ökologisch erzeugte Produkte

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Bioland-Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Bioland-Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-006-41414-AD geführt wird.

Weitere Informationen:

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Wie der Vater, so der Sohn

Unsere Zucht für Pferde der Rasse Süddeutsche Kaltblüter hat in Fachkreisen einen Namen.
Meisterbrief

Schon vor der Umstellung auf Öko-Landbau haben wir extensiv gewirtschaftet und unsere Tiere artgerecht gehalten. Das geht auf meinen Vater zurück: Hubert hat mir erzählt, dass er zwar auf die intensive Landwirtschaft "geschult und gedrillt" worden ist, doch aus seiner eigenen praktischen Erfahrung habe er gelernt, wie gesunde Kreisläufe aussehen und wie sie funktionieren.

In Vaters Fußstapfen treten, das wollte ich schon immer. Deshalb habe ich ihm viel über die Schultern gesehen. Im Jahr 2006 hat Hubert den Hof an mich übergeben. Die Arbeit macht mir Spaß, und ich liebe das Verantwortungsgefühl: Wir Landwirte tragen Verantwortung für unsere Tiere, den Boden, das Wasser. Das alles gibt mir Erfüllung – und ist mir eine willkommene Abwechslung zu meinem eher kopflastigen Hauptberuf als Veterinärassistent.

Nur in einem bin ich meinem Vater nicht gefolgt: Während er eine klassische Ausbildung zum Landwirt mit Meisterprüfung absolviert hat, bin ich Pferdewirt mit Meisterprüfung geworden. Diese Ausbildung gibt mir all das Wissen, was ich hier am Hof brauche, und entspricht zugleich meinem großen Interesse für Pferde. Als Zucht- und Ausbildungsbetrieb für Süddeutsche Kaltblüter haben wir uns mit unseren rund 20 Tieren einen Namen gemacht.

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Wo alle in Pferde vernarrt sind

Pferde sind unsere große Leidenschaft, und daran lassen wir gerne unsere Feriengäste teilhaben.
Betriebsleiter und Partnerin mit Pferden

Als Mitglied im Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. züchten wir Pferde und bilden auch die Tiere aus. Wir beherrschen sogar das alte Handwerk des Holzrückens und lehren geeigneten Pferden, wie sie aus unwegsamen Waldgelände Holzstämme abtransportieren können.

Ein besonders begeisterter Pferdenarr ist meine Partnerin Stefanie. Ihr liebstes Hobby heißt Reiten, und ihre Augen strahlen schon, wenn sie nur von Pferden spricht. Stefanie ist von Beruf Bürokauffrau, hilft uns aber viel am Hof. Zurzeit tritt sie in allem etwas kürzer, weil unser Sohn ihre ganze Aufmerksamkeit fordert.

Natürlich genießen auch unsere Gäste den Umgang mit den Pferden, sei es bei Ausritten, bei Kutschfahrten oder beim Streicheln. Schon seit Langem bieten wir "Urlaub auf dem Bauernhof" an und sind Mitglied im gleichnamigen Verband. Vor allem Familien kommen gern zu uns, um das Hofleben zu genießen und abzuschalten. Unsere Ferienwohnung bietet Platz für zwei bis zehn Personen.

 

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Wir geben gerne unser Wissen weiter

Ein paar Obstbäume, eine Katze, ein Hund, Ziegen und einige Hühner vervollständigen das Bild; für uns gehören sie einfach zu einem richtigen Bauernhof dazu. Nicht zuletzt gibt es noch drei Hektar Wald, um die wir uns kümmern. Wir pflegen den Bestand und gewinnen daraus zum Beispiel das Holz zum Heizen, zum Bauen und für die Weidepfähle.

Wir pflegen regen Austausch mit anderen Öko-Betrieben, sowohl an Informationen und Ratschlägen, als auch, wenn einmal ein Tier, Futter oder Material gebraucht werden. Nicht selten führen die Lehrfahrten, die das Lebensmittelunternehmen Feneberg für Landwirte anbietet, die an einer Umstellung interessiert sind, zu uns. Wir zeigen ihnen dann den Betrieb und stehen bei Fragen Rede und Antwort.

Unsere Hobbys sind breit gefächert und gehen über das Engagement im Pferdezuchtverband hinaus. Mein Vater verbringt seine freie Zeit zum Beispiel gern als Natur- und Landschaftsführer und bringt interessierten Gästen und Einheimischen die Schätze unserer Heimat nah. Außerdem geht er oft in die Berge. Bei mir stehen keine Ehrenämter an, doch bin ich zuständig, wenn am Hof für unseren Eigenbedarf geschlachtet wird.

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