Betriebs-Porträt

Spießhaldenhof

Spiesshaldenhof
Sebastian Günther
Spiesshalden 3
88682 Salem Mittelstenweiler

07544 7599610

info(at)spiesshaldenhof.de
www.spiesshaldenhof.de

Das Team vom Spießhaldenhof betreibt Landwirtschaft nach biologisch-dynamischen Grundsätzen.Betriebsleiter und Mitarbeitende am Tisch im Garten.

Sehen wo's herkommt

Demeter-Landwirtschaft in dritter Generation

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft hat am Spiesshaldenhof in Salem am Bodensee mittlerweile eine lange Tradition. Denn Sebastian Günther betreibt bereits in dritter Generation Landwirtschaft nach Demeter-Richtlinien. „Mein Opa hat Mitte der 50er Jahre seinen Betrieb umgestellt“, erzählt Sebastian Günther. Damals allerdings noch in Stuttgart- Möhringen. Erst 1987 siedelte die Familie an den Bodensee um.

„Mein Vater Rolf wollte das, was mein Großvater als Demeter-Bauer aufgebaut hatte, gerne weiterführen und weiter entwickeln“, berichtet Sebastian Günther. „ Weil aber der Standort in Stuttgart nicht genügend Entwicklungsmöglichkeiten bot, suchte er ein neues Domizil.“ So landete die Familie schließlich in Salem, wo sie einen ehemaligen Milchviehbetrieb übernahm, auf Demeter umstellte und im Jahr 2000 mit dem Gemüseanbau begann. Heute gehören 130 Hektar landwirtschaftliche Fläche zum Betrieb, davon sind 80 Hektar Ackerland, 45 Hektar Grünland und 5 Hektar Wald. Mit dem Grünland werden die Tiere versorgt: 45 Milchkühe, selbstverständlich horntragend, 20 Mastrinder für die eigene Fleischvermarktung und ca. 40 Tiere zur Nachzucht gehören zum Betrieb. Der Wald liefert  Hackschnitzel für Warmwasser und Wärme für über 1000 qm Wohnraum. Der Betrieb ist ein geschlossenes System, das wie ein Kreislauf funktioniert.

 

Vielseitiger Betrieb

Arbeit gibt es hier natürlich genug. Alleine würde Betriebsleiter Sebastian Günther das nicht schaffen. Das Team vom Spiesshaldenhof besteht deshalb zusätzlich aus zwei Meistern, zwei bis drei Lehrlingen und fünf bis sechs Saisonarbeitskräften. Auch Sebastian Günthers Eltern Rolf und Gisela packen noch kräftig mit an, obwohl sie seit 2013 in Rente sind. Aber die biologische Landwirtschaft liegt ihnen nach wie vor am Herzen und sie helfen noch gern mit. Sie sind stolz auf das, was sie über viele Jahre hinweg geschaffen haben: „ Gerade Außenstehende staunen oft über die Vielseitigkeit eines Demeter- Betriebes“, sagt Rolf Günther. „ Da geht es nicht nur um Acker und Rinder oder um den Umweltschutz. Es geht genauso um die Landschaft, die wir gestalten und in der wir leben.“ Überall am Spießhaldenhof wachsen Hecken, einzelne Obstbäume, Sträucher und Waldflecken. Diese Vielfalt macht nur die Kulturpflanzen weniger anfällig, zugleich  beherbergt sie zahlreiche Vögel und Insekten, die von Natur her die Feinde so mancher Schädlinge sind. Im Übrigens schätzen die Rinder auf dem Spießhaldenhof die 140 Hochstamm-Apfelbäume auf den Weiden sehr als Schattenspender im Sommer.

Weitere Informationen:

Website des Demeter-Verbandes

Fruchtbare Böden als Grundlage für gesunde Lebensmittel

Sebastian Günther ist 2008 in den Betrieb eingestiegen. „Davor habe ich zehn Jahre als Zimmermann gearbeitet“, erzählt er. Dass er den Hof einmal übernehmen würde, war schon lange klar. Von seinen Eltern hat er schließlich in die Wiege gelegt bekommen, wie  man biologisch-dynamisch wirtschaftet und lebt. Er ist froh, dass er das heute auch seinen beiden Töchtern vermitteln kann. Die beiden wachsen übrigens gemeinsam mit ihren Cousins und Cousinen auf, denn auch zwei von Sebastian Günthers Geschwistern wohnen weiterhin auf dem Hof.

Eine große Rolle in der Demeter-Landwirtschaft spielt ein gesunder Boden, der die Grundlage für die Erzeugung gesunder Lebensmittel darstellt.  Die Felder werden deshalb mit wechselnden Fruchtfolgen bestellt und so vor dem Auslaugen geschützt. Der Dünger vom Hof sorgt für Nähstoffzufuhr. Daneben sind Erfahrung und Feingefühl gefragt. Auf den fruchtbaren Böden des Spießhaldenhofs wachsen verschiedenste Gemüsesorten wie Eissalate, Mini-Romana, Burgunder-Salat (Roter Kopfsalat), Chinakohl, Wirsing und Broccoli, Zwiebeln, Sellerie und Rote Beete. Natürlich werden auch Futter- und Marktgetreide produziert sowie  Milch, Wurst und Fleisch.

Das Bio-Gemüse kommt frisch vom Feld in den Handel. Ein Teil des Gemüses wie zum Beispiel der Brokkoli, Burgundersalat und Eissalat landet als „VonHier“-Produkte  in den Regalen der Feneberg-Filialen.

Bio vor Ort